Lampenfieber: Die besten Gegenmittel

Eine biologische Schutzfunktion

Was uns oft übertrieben vorkommt, ist eine ganz natürliche Schutzfunktion unseres Körpers. Richtig gelesen. Lampenfieber soll uns schützen. Rein biologisch sieht das so aus: Sobald wir uns aus der Komfortzone bewegen (zum Beispiel aufstehen und uns vorstellen, oder nach vorne gehen und mit der Präsentation beginnen), macht sich unser Körper fluchtbereit. Evolutionär bedingt wird Adrenalin ausgeschüttet, sobald der Mensch die sichere Höhle verlässt – ein wildes Tier könnte plötzlich auftauchen, vor dem er schnell weglaufen muss.

Heute leben wir nicht mehr in Höhlen, die biologischen Prozesse sind jedoch gleichgeblieben. Das bedeutet: Vor wichtigen Terminen und Präsentationen laufen die menschlichen Körperfunktionen zur Höchstform auf. Je exponierter wir sind, desto stärker wird der Körper mit Adrenalin versorgt: Das bekannte „Lampenfieber“ entsteht.

So lässt sich das Lampenfieber in den Griff bekommen

Wichtig ist daher, besonders zu Beginn des Termines die entstehende Energie im Körper zu verteilen, um Nervosität und Lampenfieber gering zu halten. Nach den ersten Minuten baut sich das Adrenalin ohnehin von selbst ab. Hier die besten Mittel, um das Lampenfieber gering zu halten:

  • Innere Einstellung. Wer sich auf den Termin vorbereitet hat und sich auf seine Gesprächspartner freut, ist weniger nervös.
  • Atmen. Was banal klingt, wird oft vergessen: Durch regelmäßiges, tiefes Ein- und Ausatmen verteilen wir die Energie im Körper.
  • Ein fester Stand (oder aufrechter Sitz). Wer gut geerdet ist, hat eine aufrechte, offene Haltung. Diese Haltung signalisiert dem Gehirn „Es besteht keine Gefahr.“ Das Gehirn schränkt die Adrenalinzufuhr sofort ein.
  • Übung. Je öfter wir uns exponieren, also uns vor Menschen zeigen, desto mehr gewöhnen wir uns an diese Situation. Unser Gehirn stuft sie nicht mehr als Gefahr ein und sieht keine Notwendigkeit, den Körper fluchtbereit zu machen.

Viele Schauspieler sagen übrigens, dass sie ein gewisses Maß an Lampenfieber brauchen, um richtig gut zu performen. Es kommt eben auf den Umgang an, dann können wir den Leistungskick optimal für uns nutzen.

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